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Deutsches Landwirtschaftsmuseum Hohenheim Hohenheimer Werkzeug- und Modellsammlung Pflugmodellsammlung Ludwig Rau 1881 (im Aufbau) [HMS_RAU_154 / A484]
Haken aus Alupka (Deutsches Landwirtschaftsmuseum, Universität Hohenheim CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Deutsches Landwirtschaftsmuseum, Universität Hohenheim / Wolfram Scheible (CC BY-NC-SA)
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Haken aus Alupka (Krim) / Hohenheimer Modell

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Description

Beschreibung von Ernst Klein (1967):
Krim, Alupka
„Wie bei dem vorigen Haken [HMS_1655 / A041] sind auch hier Sohle und Sterze aus einem Stück, der Baum ist am Ende wieder zur Sohle hinabgekrümmt wie bei dem griechischen Haken Hs 126 [HMS_1656 / A040]. Die Schar ist etwas eigenartig gestaltet, indem die Tülle schon im vorderen Drittel des Blattes auf der Oberseite ansetzt. Die beiden Hölzer beiderseits der Sohle sind so schmal, daß man sie kaum als Streichbrettansätze bezeichnen kann, doch hatten sie wohl eine ähnliche Funktion. Die Befestigung der Griessäule im Baum an unserem Modell, dessen Vorlage übrigens nicht zu ermitteln war, ist nicht ersichtlich. Ob die oben nach dem Hohenheimer Inventar angegebene Herkunft des Pfluges stimmt, ließ sich nicht mit Sicherheit nachprüfen, ist jedoch nicht unwahrscheinlich. Bei PETZHOLDT [1864, S. 91, Abb. 16] findet sich ein ganz ähnlicher Haken aus der Ukraine, allerdings ohne Streichbrettansätze, den auch LESER [1931, S. 204, Abb. 90] korrekt wiedergibt, während PEISKER [1897, Abb. 28] und - ihm folgend – BRAUNGART [1912, S. 63; Abb. 25] ihre Quelle sehr ungenau wiedergeben und aus dem Gerät einen Haken ohne Sohle machen.“

Ernst Klein hat den Haken 1967 in seiner Systematik eingeteilt unter:
I. Haken
B. Mit Sohle
d) mit gespaltener Sohle, Streichpflöcken, Streichbrettansätzen oder Streichbrettern

In der veralteten Systematik der Pflugmodellsammlung von Ludwig Rau wurde der Haken 1881 eingeteilt unter:
Russland, Krym, Alupka. „Sabon; Steinpflug der Krym-Tartaren“
Pflüge
C. Gespitzte Sterze, gespi[t]zte Sohle, ohne oder mit Schar. Seitlich zwei unvollkommene Streichbretter (Ohren)
Classe VIII. Ohren kantig, flügelförmig, platt, sichelförmig, walzenförmig, hinten aufgebogen. (Neben der Sterze verlaufend; wa[a]grecht, aufsteigend, absteigend; Fläche nach Auswärts, nach Oben gerichtet, mit der Sohle einen Winkel bildend oder mit ihr gleichlaufend)

Anmerkung von Gerald Edwin Rehkugler (2011) im Sammlungsverzeichnis der Cornell University, Ithaca, New York:
„Related to the Crimean Tartars, this plow was illustrated on a stone monument.“

Material/Technique

Holz, Metall

Literature

  • Braungart, Richard (1912): Die Urheimat der Landwirtschaft aller indogermanischen Völker an der Geschichte der Kulturpflanzen und Ackerbaugeräte in Mittel- und Nordeuropa nachgewiesen. Heidelberg, S. 63 und Abb. 25
  • Klein, Ernst unter Mitwirkung von Krepela, Wilhelm (1967): Die historischen Pflüge der Hohenheimer Sammlung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen. Ein kritischer Katalog von Ernst Klein unter Mitwirkung von Wilhelm Krepela in Zusammenarbeit mit der Landesbildstelle Württemberg. Stuttgart, S. 90 und S. 92, Abb. 192
  • Leser, Paul (1931): Entstehung und Verbreitung des Pfluges. Münster, S. 204, Abb. 90
  • Peisker, Johann (1897): Zur Socialgeschichte Böhmens. In: Zeitschrift für Social- u. Wirthschaftsgeschichte 5, S. 1-92 und 329-380, Abb. 28
  • Petzholdt, Alexander (1864): Reise im westlichen und südlichen europäischen Rußland im Jahre 1855. Leipzig, S. 91, Abb. 16
  • Rau, Ludwig (1881): Verzeichnis der Pflugmodellsammlung. Plieningen, S. 9
  • Rehkugler, Gerald Edwin (2011): The Plow Model Collection of the Agricultural University of Hohenheim. The Internet-First University Press, Cornell University, Ithaca, New York, S. 43
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