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Museum August Kestner Die Freuden der Etrusker. Ein Dialog

Die Freuden der Etrusker. Ein Dialog

About the Exhibition

Sieben moderne, in Nepal handgeknüpfte Teppiche stehen im Zentrum dieser Ausstellung. Entstanden sind diese nach Entwürfen der Künstlerin Linde Burkhardt, die sich intensiv mit dem Leben der Etrusker auseinandergesetzt hat.
Die Bildmotive der Teppiche rezipieren verschiedene Aspekte des etruskischen Lebens: die Schrift und die Erkundung des Götterwillens sowie die gesellschaftlichen Strukturen, die sich im Gastmahl und musikalischen Vergnügungen äußern. Auch Fragen des Austausches mit den Griechen werden thematisiert, ebenso die Bedeutung von Flora und Fauna. Auf diese Weise verbinden sich Antike und Gegenwart.
Die Kultur der Etrusker ist zwischen 800 und 50 v. Chr. in den heutigen italienischen Regionen Toskana, Umbrien und Latium nachweisbar. Nach der Eroberung dieser Gebiete durch die Römer und deren immer stärker werdende Einflussnahme (300 bis 90 v. Chr.) ging die etruskische Kultur in der des Römischen Reichs auf. Doch die Nachwirkungen von Alltag, Sitten und Kunst sind bis heute zu spüren.
Originalobjekte etruskischen Kunstschaffens ergänzen und vertiefen die Themen der Teppichmotive. August Kestner, dem das Museum einen Großteil seiner etruskischen Sammlung verdankt, entdeckte sein Interesse für die Etrusker bei Reisen. In Tarquinia hat er 1827 selbst Ausgrabungen durchgeführt. In Vulci verfolgte er ab 1828 die Entdeckungen Lucien Bonapartes mit großer Neugier und Begeisterung.
Die repräsentative Sammlung etruskischer Artefakte im Museum August Kestner ermöglicht durch ihr breites Spektrum ein nahezu lückenloses Bild etruskischen Kunsthandwerks. Es sind vor allem Gefäßkeramik, figürliche Bronze- und Terrakotta-Plastik sowie qualitätvolle geschnittene Steine.
Das Museum August Kestner ist nach dem Museo Archeologico Nazionale di Siena im Museumskomplex Santa Maria della Scala erst das zweite Museum, das alle sieben Teppiche eingebettet in einen kulturhistorischen Kontext präsentiert.

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